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Marriage Week 2010
Kurz-Report Marriage Week 2010 Marriage Week gewinnt
an Dynamik "Danke, das hat gut getan!" Oder: "Wir
hatten letzte Woche grossen Knatsch, und dieser
Abend hat uns wieder richtig zusammen gebracht."
Dies sind nur zwei von vielen begeisterten Echos
auf Aktivitäten während der Marriage Week 2010.
Hunderte von Paaren haben von den diversen öffentlich
ausgeschriebenen Angeboten profitiert, und viele
haben im privaten Rahmen ihre Ehe gefeiert. Die
Marriage Week 2010 hat die Erwartungen der Initiatoren
voll erfüllt, und zugleich auch ein noch grosses,
ungenutztes Potential aufgezeigt. Auf einer neuen
Homepage konnten erstmals lokale Aktivitäten direkt
registriert und einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden. Von den rund 50 Angeboten
waren einige wie das "Schneeschuh-Laufen mit Ehe-Talk
und Fondue" oder der Tanzkurs in einer Kirchgemeinde
rasch ausgebucht, während kommerzielle Angebote
von Shops und Restaurants nur schwach genutzt
wurden. Engagierte Teams hinter den einzelnen
Aktivitäten scheinen ein zentraler Erfolgsfaktor
zu sein. So nahmen 60 Ehepaare an einem Seminar
"Wachsende Intimität" teil, und wurden nebst den
Inputs zum Thema Sexualität auch mit romantischer
Atmosphäre und mit viel Gastfreundschaft verwöhnt.
In einer Kirchgemeinde folgten über 50 Paare der
Einladung, am Valentinstag gemeinsam auf das Abenteuer
Ehe anzustossen. "In und mit der Kirche feiert
man normalerweise nur den Beginn der Ehe. Wir
wollen das ändern!", hiess es in der Ausschreibung.
Ein Valentins-Benefiz-Ball lockte rund 300 Gäste
an, wobei hier nicht nur Ehepaare auf ihre Rechnung
kamen, sondern auch Jugendliche Singles zum Beispiel
an einem "Speed-Dating" ihren Spass hatten und
so auf lockere Art neue Menschen kennen lernen
konnten. Die wohl nachhaltigste Idee hatte eine
Lehrerin der Schulkooperative Biel. Ihre Schüler
kreierten für die Eltern einen Marriage Week Kalender,
und mussten sich dabei überlegen, was die Ehe
ihrer Eltern bereichern würde. Diese erhielten
dann jeden Tag eine Ermutigung oder auch mal einen
Auftrag, wie zum Beispiel: ‚Schreibe Papi / Mami
mit Rasierschaum oder Lippenstift etwas Liebes
auf den Badezimmer-Spiegel'. Die Schweizerische
Evangelische Allianz leistete einen wichtigen
Beitrag zur Stärkung von Beziehungen mit einer
neuen Verteilzeitung in einer Auflage von 400'000
Stück. Verschiedene kirchliche Medien thematisierten
die Marriage Week und ermutigten ihr Publikum,
in der Woche vor dem Valentinstag bewusst auch
in die Ehen zu investieren. Säkulare Medien haben
die Idee der Marriage Week bisher noch wenig aufgegriffen,
doch wurde verschiedentlich über lokale Aktivitäten
berichtet. Dr. Wilf Gasser, Koordinator Marriage
Week Deutschschweiz wi.gasser@bluewin.ch, 079
645 29 44 www.marriageweek.ch
Pressemitteilung über den Vortragsnachmittag
von Eva Herman mit SSF in Zofinen
© Zofinger Tagblatt / MLZ; 17.05.2008; Seite 1
Region
Ist die traditionelle Familie noch zu retten?
Eva Herman ist heute im Bildungszentrum zu Gast
Die deutsche Autorin der Bücher "Das Eva Prinzip"
und "Das Arche Noah Prinzip" hält heute Samstag
einen Vortrag über das mögliche Aussterben der
Familie.
Sandra Kyburz Waren Sie schon einmal in
Zofingen?
Eva Herman: Da muss ich kurz überlegen,
ich glaube, ich war noch nie in Zofingen. Das
wird also das erste Mal sein. Wie ist Ihr Verhältnis
zur Schweiz generell? Herman: Ich mag die Schweiz,
sowohl die Landschaft als auch die Menschen. Die
Schweizer Mentalität ist überdachter und nicht
so überhitzt wie die der Deutschen. Beneidenswert
finde ich vor allem die Möglichkeit des Volksentscheides.
Gibt es aus der Schweiz positive oder negative
Reaktionen zu Ihren Büchern? Herman: Natürlich
gab es sowohl positive als auch negative Reaktionen.
Als ich mit meinem Buch "Das Eva Prinzip" in Bern
war, wurde ich gewarnt, dass die Stadt eine grosse
autonome Szene habe und ich mit Tumulten zu rechnen
habe. (Anm. D. Red. Vortrag im Rahmen der Hauptversammlung
der Vereinigung "Pro Libertate" vom 3. März 2007).
Aber eigentlich ist das Gerechtigkeitsempfinden
der Schweizer sehr gross. Ich habe viel Ermunterung
und Zuspruch aus der Schweiz erfahren dürfen.
Das Thema Ihres Vortrages lautet "Ist die Familie
noch zu retten?". Denken Sie, dass die gesellschaftliche
und politische Realität für deutsche und schweizerische
Familien gleich ist, oder gibt es gravierende
Unterschiede? Herman: Unterschiede sind sicher
da, vor allem was den Wiedereinstieg von Frauen
in die Arbeitswelt und die Möglichkeit von Teilzeitarbeit
betrifft. Ich glaube es ist generell schwieriger,
das Modell Familie zu leben. Die finanzielle Unterstützung
von Familien ist auch in der Schweiz nicht mehr
so selbstverständlich und umfangreich, wie das
früher der Fall war. Wer mehr als zwei Kinder
hat, hat oft mit finanziellen Problemen zu kämpfen.
Was für Erwartungen haben Sie an das Schweizer
Publikum? Herman: Ich wurde von der Schweizerischen
Stiftung für Familie nach Zofingen eingeladen.
Der Veranstalter unterstützt die Themen Familie
und Ehe. Ich gehe davon aus, dass sich auch das
Publikum für diese Themen interessiert und deswegen
am Vortrag und der anschliessenden Diskussion
teilnehmen wird. Wie kam die Arbeit mit der Schweizerischen
Stiftung für die Familie (SSF) zustande? Herman:
Das war eine normale Anfrage von Seiten der Stiftung.
Ich arbeite hin und wieder mit dem Familiennetzwerk
Deutschland zusammen, welches einen intensiven
Kontakt mit gleich gesinnten Schweizer Institutionen
pflegt. Wir sind sozusagen eine einzige grosse
Familie. Ist das der einzige Vortrag in der Schweiz
oder sind noch mehr Auftritte geplant? Herman:
Es sind noch weitere Auftritte in der Schweiz
geplant. Ende des Monats werde ich zum Beispiel
bei einer Schweizer Fernsehsendung zu Gast sein.
Ist die traditionelle Familie noch zu retten oder
muss ein neues Familienbild gefunden werden, um
das Überleben der Menschheit zu garantieren? Herman:
Ich zweifle daran, dass alternative Lebensmodelle,
welche in letzter Zeit in aller Munde sind, tatsächlich
eine Lösung für das Überleben der Menschheit sind.
Auch in der heutigen Zeit braucht es immer noch
einen Mann und eine Frau, um ein Kind zu zeugen.
Im besten Fall sollte dieses Kind gewollt sein
und geliebt werden. Die klassische Familie ist
meines Erachtens das beste und erprobteste Modell,
um die sinkenden Geburtenraten der heutigen Zeit
in den Griff zu bekommen.
Medien und Jugendgewalt – sind wir machtlos?
Zu diesem Thema referiert am 14. Mai in Zürich
der Medienexperte und Filmkritiker von Hollywood,
Ted Baehr. Er fragt dabei nach der Wirkung der
Medien – und was Pädagogen und Eltern gegen destruktive
Wirkungen, die sich zum Beispiel an unseren Schulen
manifestieren, tun können. (SSF) Ted Baehr ist
einer der einflussreichsten Leute in Hollywood.
Seit er dort 1988 die „Christliche Film- und TV-Kommission
gegründet und den Movieguide ins Leben gerufen
hat, ist der Anteil an guten Produktionen in der
US-Filmzentrale markant gestiegen. Kein Wunder.
Ted Baehr ist es gelungen, statistisch nachzuweisen,
dass familientaugliche Filme wesentlich mehr Geld
einspielen als Produktionen mit viel Sex, Gewalt
und Action. Beachtung findet auch die jährliche
Gala, an der Ted Baehr Preise für die 10 besten
Filme des Jahres vergibt. Ted Baehrs Agentur „Movieguide“
veröffentlicht regelmässig Filmkritiken an die
Adresse der amerikanischen Familien. Zudem hat
er Materialen zur Medienerziehung verfasst, die
es Eltern erlauben, ihre Heranwachsenden zu mündigen
Medienkonsumenten anzuleiten. Baehr hat zudem
vertiefte Untersuchungen zur Wirkung von Gewalt
verherrlichenden Filmen und insbesondere Videospielen
gemacht und gezeigt, welchen Einfluss diese auf
Jugendliche ausüben. Seine Studien tragem dazu
bei, Gewalt und Schiessereien an amerikanischen
Schulen ursächlich zu erklären.
Medienkunde
muss Teil der Erziehung werden
Der Filmkritiker Gottes in Hollywood, wie Ted
Baehr auch genannt wird, sprach an der Veranstaltung
der Schweizerischen Stiftung für die Familie (SSF).
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